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“Jeder Mensch ist ein Mensch!” - Ein Gemeinschaftsbild des “Offenen Ateliers”.

Samstag, 18. Oktober 2008 - beigetragen von jf
"Jeder Mensch ist ein Mensch" - Gemeinschaftsarbeit von 9 Teilnehmenden des Offenen Ateliers

"Jeder Mensch ist ein Mensch" - Gemeinschaftsarbeit von 9 Teilnehmenden des Offenen Ateliers

Zum Welttag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung (veranstaltet von der ATD Vierte Welt Deutschland) legt unser Beitrag einen Schwerpunkt auf den Inneren Reichtum. Er ist für uns eine wichtige Quelle von Kraft und Freude und überwindet das Gefühl von Isolation und Verarmung.

Arm-Sein     -     Reich-Sein     -     Dazugehören     -     Menschsein

Unser Gemeinschaftsbild zum Thema “Jeder Mensch ist ein Mensch” ist im Miteinander von 9 Personen entstanden.

Schaut man genau hin, so endeckt man zwei Gesichter, die sich zugewandt sind.

Eine weitere Figur scheint sich im Hintergrund abzuzeichnen, die sich in den oberen linken Bildrand streckt. Die Arme hochgereckt. Ich - Sein, Wir - Sein, ein Sprung in die Freiheit, ein Tanz … oder ein Schrei?

Diese Motive sind spontan entstanden - nicht geplant. Vielleicht sieht man aber auch ganz andere…

Reich ist man, wenn man mit sich selbst etwas anfangen kann.

Reich ist man, wenn man Gemeinschaft erleben kann.

Sich austauschen, sich ausdrücken, Freude in Farbe umsetzen, Schmerz auf die Leinwand bringen.

Jeder Mensch ist ein Mensch. Manchmal vergisst man das fast. Dann fühlt man sich gar nicht reich.

In der kreativen Tätigkeit kann man seinen inneren Reichtum entdecken. Für sich ganz allein - oder in Begegnung mit anderen. Man kann sein Menschsein feiern und genießen.

Zeit haben.

Nicht den materiellen Zielen hinterherhetzen…

Der Innere Reichtum ist farbig, expressiv, glänzend und funkelnd. Voller Spontaneität und Fülle. Manchmal spürt man ihn kaum noch. Auch wenn er immer noch da ist.

von Jürgen Fritsche


>> Unser Beitrag zum “Welttag… 2007″
>> Erläuterungen zum “Welttag… 2008″ von den Initiatoren, Angelika und Wolfgang Otten.

Welttag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung: 17. Oktober 2008

Montag, 08. September 2008 - beigetragen von Peter
"SILHOUETTEN" aus dem Offenen Atelier

"SILHOUETTEN" aus dem Offenen Atelier

Silhouetten von Menschen - auf Packpapier gemalt, aus Wellpappe geschnitten, aus Karton gerissen: Schattenrisse, lebensgross.

Einer hockt da, die Arme verschränkt zum Dach über dem Kopf, und schaut vor sich hin auf den Boden, wo das Wort “Müll” geschrieben steht - mit Fragezeichen. Ein anderer liegt vor ihm auf dem Boden, die Bierflasche zu seinen Füssen; “Stabile Seitenlage” würde jemand mit Erste-Hilfe-Ausbildung seine Lage kennzeichnen - eine verzweifelte Lage wohl eher: nackt und ungeschützt, ein Pappkarton als Bett.

Daneben kauert einer, da hat der Künstler oder die Künstlerin die Umrisse der Silhouette in konzentrischen Linien zum Inneren der Figur hin sich wiederholend nachgezeichnet: bis ins Innerste, wo ein Knäuel aus orangeroten Linien den Ort des Herzens markiert - inmitten eines ovalen Hohlraums, embryogleich.

Eine vierte Silhouette steht dazwischen, überragt die Kauernden um halbe Körperlänge und doch: ein Falz im Papier lässt auch diese Figur im Wortsinn geknickt erscheinen; die Beine hängen durch wie weiche Knie.

Die Figurengruppe - eine Gemeinschaftsarbeit von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Offenen Ateliers zusammen mit der psychosozialen AIDS-Beratung der Caritas München - war so zu sehen in der Ausstellung “SILHOUETTEN” auf der letztjährigen Veranstaltung der ATD Vierte Welt Deutschland aus Anlass des “Welttag zur Überwindung der Armut und Ausgrenzung - 17. Oktober”.

Der diesjährige Welttag zur Überwindung der Armut und Ausgrenzung steht unter dem Motto:

“Jeder Mensch ist ein Mensch…
und hat ein Recht auf Menschsein ?!?”

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude und findet statt

am 17. Oktober 2008
um 18:00 Uhr
im Zentrum St. Bonifaz, Karlstr. 34, München

Die Münchner Initiatoren, Angelika und Wolfgang Otten, laden alle Interessenten ein, wieder einen Beitrag zum Programm beizusteuern.
Weitere Informationen im Faltblatt oder über das sekretariat@atd-viertewelt.de

>> Unser Beitrag zum “Welttag… 2008″

11zu1 - triptychon

Mittwoch, 11. Juni 2008 - beigetragen von Peter
11zu1-tryptichon

Gemeinschaftsarbeit "11zu1-tryptichon"

Acryl auf Leinwand
70 x 122,5 cm (geöffnet)
Aussenseite: Bespannung mit schwarzer Teichfolie.

Eine Gemeinschaftsarbeit: 11 Personen malen im Offenen Atelier 1 Bild.
Beitrag des Offenen Ateliers für den VI. Konrad-Lutz-Preis (2007)

THEMA: miteinander füreinander.

Von anfänglichen Berührungspunkten ausgehend, entstand nach und nach, geleitet durch unterschiedliche Motivationen, ein Bild geprägt durch Hände als Symbole für: berühren, nehmen, abwehren, geben, zupacken, loslassen, abgeben, tasten, fühlen, stützen und berührt werden.

Lebenslinien, die Spuren, Strukturen, Code, Verknüpfungen und Lebensmuster von 11 Persönlichkeiten hinterlassen.

Ein Triptychon, 3-Heit, Einheit, Einmaligkeit zum: Öffnen, Schließen, Bewahren, Verbergen, aufgedeckt werden, Schützen, Staunen, Schauen, Erfahren, Besinnen und Entdecken.